Pressespiegel

Schramberg

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Wieder ist es so weit, dass die Bibelerlebniswelt eine selbst zusammengestellte und somit einmalige Bildpräsentation mit vielen eigenen Bildern zum Thema "Abrahams Weg von Ur bis Hebron" am 15. Oktober ab 18 Uhr in der beheizten Kirche Schönbronn auf Großleinwand zeigen wird.

 

Schramberg-Schönbronn. Wer biblische Geschichten erleben möchte, kommt an Abraham, dem Urvater der drei monotheistischen Religionen "Judentum, Christentum und Islam" nicht vorbei. Das erstaunlichste ist jedoch an diesem in der Bibel wichtigen Ereignis, dass ein Mensch 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung dem Ruf folgte "Abraham, gehe in ein Land das ich dir zeigen werde!"

Er machte sich im mesopotamischen Ur (heute Süd-Irak) mit seinem ganzen Hab und Gut auf und zog über Babylon an Euphrat und Tigris entlang nach Harran (heute Türkei) um nach längerem Aufenthalt dann schließlich über Aleppo, Damaskus, Samaria, Jerusalem nach Hebron in Kanaan zu gelangen. Dabei hat er der Sage nach in Aleppo (was in arabischer Sprache Milch bedeutet) seine Ziegen gemolken.

Der Emigrant Abraham hat sich aufgrund seiner starken Gottesnähe, seiner Glaubwürdigkeit und seiner allseits hochgeachteten Friedensbemühungen großen Respekt in seiner neuen Heimat Kanaan erworben. Diese Erkenntnis wurde auch beim Besuch des Rabbiners für Menschenrechte Avi Deutsch aus Jerusalem in der Bibelerlebniswelt angesprochen. Diakon Dieter Vanselow stellte ihm die Frage, weshalb man im Nahen Osten dem Friedensaktivisten Abraham und Stammvater, der als erster Mensch mit all seinen Nachbarn schriftliche Friedensverträge abschloss, so wenig Beachtung schenken würde. Der Rabbiner fand diesen Hinweis sehr interessant und versprach, diesen Gedanken mit nach Jerusalem zu nehmen.

 

Dieses außergewöhnliche Verhalten hat Abraham bei Juden, Christen und Muslimen gleichermaßen zum hochverehrten Urvater gemacht. Deshalb befindet sich in seiner Wahlheimat Hebron bis heute sein Grab, das durch eine Synagoge, Kirche und Moschee an diesen großartigen Menschen erinnert.

Dieter Vanselow fotografierte auf 2000 Kilometer langer Route

Referent dieses Abends ist der Vorsitzende des Vereins der Bibelerlebniswelt, Dieter Vanselow, der neun Jahre im Orient lebte und viele Fotos des etwa 2000 Kilometer langen Weges von Abraham selbst fotografierte. Diese werden erstmals an diesem Abend gezeigt. Der Eintritt ist frei, doch würde sich der Veranstalter über eine Spende zum Erhalt der denkmalgeschützten Kirche und für das blinde Patenkind der BEW in Jordanien sehr freuen. Wer sich noch vor dem Vortrag in der Bibelerlebniswelt umsehen möchte, kann dies ab 17 Uhr gerne tun.

Schramberg

Mit offener Pforte und weitem Herz

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Zum Jubiläumsgottesdienst der Bibelerlebniswelt wurden am Sonntag in der Kirche Schönbronn alle Gäste von einem Mitglied des Vereins im orientalischen Gewand und mit Datteln aus Israel – Palästina begrüßt.

 

Schramberg-Schönbronn. Beim Betreten der Kirche wurden die zahlreichen Besucher vom Anblick des Trachtenvereins St. Georgen und ihrem einmaligen Glockenspiel mit Akkordeonbegleitung vom Leiter Martin Grießhaber aufs Angenehmste überrascht. Bei mehreren musikalischen Einsätzen während des Gottesdienstes und zum anschließenden Empfang spielte das Ensemble sogar Choräle und Israelische Lieder, bei denen sogar das Publikum begeistert mitsang. Die Liturgie wurde vom Vereinsvorsitzenden Diakon Dieter Vanselow gehalten. Ein Lied spielte er sogar auf der Mundharmonika mit dem Hinweis, dass diese Art musikalischer Begleitung möglicherweise noch öfters sein müsse, da die Orgel sehr stark vom Holzwurm befallen sei.

Im Mittelpunkt des Festgottesdienstes stand die Predigt von Prälat Christian Rose. Er begann die Predigt mit: "Porta patet, cor magis", was so viel heiß wie: "Das Tor ist offen, das Herz noch mehr". Mit diesen Worten wurden einst Menschen an Klosterpforten begrüßt, wenn sie Einlass begehrten, um sich nach langer Wanderung zu stärken mit Essen, Trinken und um ein Bett zu erhalten. Es war und ist bis heute das Motto des Zisterzienserordens und passt irgendwie auch gut zur Schönbronner Bibelerlebniswelt :Kleines Jubiläum, großes Engagement, offene Pforten und ein weites Herz.

Es ist jetzt mehr als zehn Jahre her, als man sich fragte, "was machen wir mit der Kirche in unserer kleinen Gemeinde? Zur Zeit leben circa 150 Einwohner im kleinsten Stadtteil von Schramberg. So wird in dem schönen kleinen Film erzählt, der für die Tagung der Landessynode gedreht wurde und der jetzt auf der Homepage der Bibelerlebniswelt anzuschauen ist. Nächstes Jahr feiert die kleine Gemeinde das 160-jährige Jubiläum ihrer denkmalgeschützten Kirche, die über viele Jahre hinweg die Mittelpunktskirche der evangelischen Christen in der Umgebung war. Die kirchengemeindlichen Schwerpunkte und Zentren haben sich mittlerweile verschoben. Deshalb wurde in der Predigt lobend hervorgehoben, dass es dem Ehepaar Vanselow mit engagierten Freunden gelungen sei, dass die kleine Kirche mit der Bibelerlebniswelt ein Ort, der für alle Generationen zur "offenen Pforte mit einem weiten Herz" geworden sei. Darüber hinaus ist die Bibelerlebniswelt zu einem Ort geworden, an dem die Menschen sehen, hören, riechen, singen, tasten, musizieren und das biblische Leben somit nachempfinden können.

 

Nach der eindrucksvollen Predigt und einem gemeinsamen Lied stellte Dieter Vanselow beim anschließenden Stehempfang nach dem Vorbild von "Wer weiß denn so was?" einige Fragen zum biblischen Geschehen und zu den Erlebnissen in zehn Jahren Bibelerlebniswelt. Danach sprachen Oberbürgermeister Thomas Herzog und Pfarrerin Heidrun Stocker einige Worte des Dankes an die Organisatoren der Bibelerlebniswelt. Der Schönbronner Martin Rapp bedankte sich namens der Kirchengemeinde mit einem Geschenk und Blumenstrauß bei Gerda und Dieter Vanselow für ihr zehnjähriges Engagement in der Bibelerlebniswelt. Kirchengemeinde und der Verein Bibelerlebniswelt bedankten sich besonders für den guten Zuspruch der Gäste und ihre Spenden.

Schramberg

Stolz auf eine nachhaltige Leistung

Von Schwarzwälder-Bote 07.09.2017 - 15:15 Uhr

Besucherbeispiel in der Bibelerlebniswelt: Frau aus Kamerun begegnet Frau aus Samaria. Fotos: Vanselow Foto: Schwarzwälder-Bote

Am Sonntag, 10. September, feiert die Kirchengemeinde Locherhof mit dem Verein der Bibelerlebniswelt und vielen ökumenischen Freunden einen Dank- und Festgottesdienst zum zehnjährigen Bestehen und Wirken der Bibelerlebniswelt.

Schramberg-Schönbronn. Die Predigt zum Motto der Bibelerlebniswelt, "schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist", hält Prälat Christian Rose aus Reutlingen um 10 Uhr in der Kirche Schönbronn. Den musikalischen Rahmen bilden die Organistin Gerlinde Meissner und der Trachtenverein St. Georgen mit der Glockenspielgruppe unter Leitung von Martin Grießhaber. Alle Besucher werden mit einem süßen Gruß aus dem Heiligen Land "Israel – Palästina" begrüßt. Außerdem können die Gäste in Anlehnung an das "Land wo Milch und Honig fließt" verschiedenen Honig aus Schönbronn sowie den ähnlich wie am See Genezareth auf Vulkanerde gereiften Kaiserstühler Wein "Freude teilen" probieren und erwerben. Mit dem daraus erzielten Verkaufsgewinn werden blinde Waisen- Patenkinder in Jordanien in ihrer Schulausbildung unterstützt, sowie ein Beitrag zum Erhalt der denkmalgeschützten Kirche Schönbronn geleistet.

Im Anschluss sind alle Gäste zu einem Stehempfang mit den von den Schönbronner Frauen gefertigten Häppchen eingeladen, wozu auch Sekt und Orangensaft gereicht wird.

Frei nach dem Grundsatz von Martin Luther "tritt frisch auf, tu´s Maul auf und hör bald auf" werden noch wenige Grußworte gesprochen und ein kurzer Rückblick auf die zehn Jahre Tätigkeit der Bibelerlebniswelt gegeben.

Dabei wird zum Ausdruck kommen, dass der am 7. September 2008 gegründete gemeinnützige Verein mit heute 70 Mitgliedern plus vielen Unterstützern, Jahr für Jahr über 50 Kinder-Jugend- und Erwachsenengruppen die Bibel mit allen Sinnen erleben lassen durfte. Dazu kamen regelmäßig Bild-Vorträge zu Themen und Ländern der Bibel, Konzerte, Kinderprojekttage, Seminare für Pädagogen, Begegnungen mit behinderten Menschen und besondere Familientage.

Wichtige Ereignisse waren zum Beispiel die Bibelausstellung 2007 in Schloss Hohenstadt bei Graf Adelmann, 2008 die 150-Jahrfeier der Kirche Schönbronn und Tag des Denkmals, 2010 die Verleihung des Haupt-Bibelpreises der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und der deutschen Bibelgesellschaft, der Besuch von Rabbi Avi Deutsch aus Jerusalem und vieles mehr.

Die Bibelerlebniswelt ist nach wie vor das einzige Projekt, bei dem ökumenische Gäste aus Nah und Fern das biblische Leben des Alten- und Neuen Testaments, sehen, riechen, hören, schmecken und erleben können. Zum Besonderen gehört, dass all diese Erlebnisse in einer 160 Jahre alten, denkmalgeschützten und für Gottesdienste genutzten Kirche stattfinden.

Das Projekt lebt von der Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und vom Stolz, keinerlei staatliche oder kommunale Gelder in Anspruch genommen zu haben.

W eitere Informationen:  Bibelerlebniswelt e.V. ; Diakon Dieter Vanselow, Schönbronn 46; 78713 Schramberg, Telefon 07422/5 33 32 oder 07403/521, info@bibelerlebniswelt.de und www.bibelerlebniswelt.de.

Schramberg

Hoher Besuch zollt großen Respekt

Von Schwarzwälder-Bote 04.09.2017 - 17:50 Uhr

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch und Landtagsabgeordneter Stefan Teufel ließen sich von Dieter Vanselow (rechts) und Pfarrer Friedhelm Bühner (links) durch die Bibelerlebniswelt Schönbronn führen, die eine kleine Kirche auf dem Land gerettet hat. F

Bei der Frühjahrs-Landessynode der Evangelischen Kirche in Württemberg waren "die Kirchen auf dem Land" ein wichtiges Thema. Dazu leistete auch die Bibelerlebniswelt Schönbronn einen konkreten Beitrag.

Schramberg-Schönbronn. Im Auftrag der Landessynode wurde vom Medienhaus ein Kurzfilm über die Kirche in Schönbronn mit ihrem Förderprojekt "Bibelerlebniswelt" gedreht und auf der Landessynode vorgestellt. Auch hielt die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch als überzeugte Christin eine bemerkenswerte Rede zur Förderung von Dorfkirchen.

Dabei war es ihr zentrales Anliegen, dass die Dorfkirchen durch den besonderen Zusammenhalt dörflicher Gemeinschaften nicht nur erhalten bleiben, sondern durch frische Ideen belebt werden. Es war ihr ein wichtiges Anliegen, die Vorbildfunktion der Erwachsenen gegenüber den Kindern und Jugendlichen, sowie deren frühzeitige Einbeziehung in das kirchliche Umfeld zu betonen. Dabei wurde unter anderem die inzwischen zehnjährige erfolgreiche, einmalige Arbeit der Bibelerlebniswelt in Schönbronn als ein gutes Beispiel genannt.

Die Vereinsvorstände Dieter Ocker und Dieter Vanselow waren als Ehrengäste eingeladen und sprachen bei dieser Gelegenheit anschließend ihre Einladungen an die Synodalen und die Referentin Gurr-Hirsch aus, die sogleich großes Interesse zeigte und jetzt in Begleitung des Landtagsabgeordneten Stefan Teufel die Bibelerlebniswelt besuchte. Zu den Gästen gesellten sich auch der neue Pfarrer Friedhelm Bühner und die Vorstände Erika Steltner, Dieter Ocker, Helmut Siegl und Peter Lohwasser. Gurr-Hirsch, Teufel und die Anwesenden erlebten eine kurze typische Führung des Vorsitzenden Vanselow. Noch nie zuvor, hatten die Gäste eine so schwere Olivenholz-Madonna aus Bethlehem heben und schätzen dürfen, oder die reinen und kostbaren Duftöle wie Weihrauch, Myrrhe und Narde riechen können.

Besonders beeindruckt waren die Besucher vom Raum der drei monotheistischen Weltreligionen wie Judentum, Christentum und Islam und der Möglichkeit darüber hier ins Gespräch kommen zu können. Der weitere Rundgang ging durch die Musikoase, vorbei am einmaligen Abrahams-Beduinenzelt mit seinen besonderen Teppichen aus dem Orient, zur Ausstellung des Alten Testaments. Freilich war die Besuchszeit so kurz bemessen, dass nur noch wenig Zeit für die Fotoausstellung "Palästina – Israel und Syrien" blieb.

Abschließend wurde noch ein wenig im Café Oriental bei Tee und Brezeln geplaudert, wobei bei allen Gästen die Freude über das Gesehene und Erlebte feststellbar war. Staunend nahmen die Gäste zur Kenntnis, dass die Bibelerlebniswelt ihre ehrgeizigen Ziele mit viel ehrenamtlichem Engagement und ohne jegliche finanzielle Unterstützung des Staates oder der Kommune erreichte. Alle Exponate wurden gesammelt und teilweise vom Bibelhaus und Oberkirchenrat dauerhaft zur Verfügung gestellt. Die begeisterten Gäste versprachen, mit weiteren Gruppen die Bibelerlebnbiswelt zu besuchen. Zwischenzeitlich haben sich schon weitere Synodale mit ihren Gemeindegruppen zum Besuch angekündigt.

 

Schramberg

Suche nach den Spuren der Vorfahren

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Die Besuchergruppe mit Diakon Dieter Vanselow (rechts). Foto: Bibelerlebniswelt Foto: Schwarzwälder-Bote

Zwei Schriftstellerpaare waren nach Schönbronn gereist, denn einst hatten ihre Verwandten einen ganz besondere Beziehung zur dortigen Kirche.

 

Schramberg-Schönbronn. Groß war die Freude über Gäste aus London und Mainz beim Team der Bibelerlebniswelt in der Kirche Schönbronn. Stadtarchivar Carsten Kohlmann hatte die Anfragen für einen Besuch in Schönbronn an Dieter Vanselow, Vorsitzender des Vereins "Bibelerlebniswelt-Schönbronn", mit dem Kommentar "Spurensuche" weitergeleitet.

Bei den Gästen handelte es sich um die Ehepaare Oliver und Elisabeth Kohler aus Mainz und dem aus Schramberg stammenden Professor Rüdiger Görner mit Ehefrau aus London. Görner ist ein international bekannter Kultur- und Literaturwissenschaftler und seit 2005 Gründungsdirektor des Centre for Anglo-German Cultural Relations am Queen Mary College der Universität of London. Im Jahre 2012 wurde er mit dem Deutschen Sprachpreis ausgezeichnet und am 31. Mai erhält er aus der Hand des Deutschen Botschafters in England das Bundesverdienstkreuz. Da seine Vorfahren am Bau der Kirche in Schönbronn beteiligt waren und er dort getauft wurde, fühlt er sich mit der vor 159 Jahren erbauten Kirche sehr verbunden.

Das Ehepaar Elisabeth und Oliver Kohler begaben sich auf Spurensuche ihres Großvaters Christian Kohler, der von 1900 bis 1907 Pfarrer in Schönbronn war. Diese Gäste waren erstaunt und hocherfreut darüber, dass es dem Verein der Bibelerlebniswelt in den vergangenen zehn Jahren gelungen ist, der denkmalgeschützten Kirche durch eine zusätzliche Sinngebung, die auch von vielen Besuchern geschätzt wird, für eine Überlebenschance gesorgt zu haben.

Eschbronn

Am Ende gibt es "Standing Ovations"

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Jennifer Diecke setzte mit ihrer prägnanten Stimme das I-Tüpfelchen auf die Leistung des Orchesters. Foto: Kiolbassa Foto: Schwarzwälder-Bote

"Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist." Unter diese Worte von Viktor Hugo stellte das Akkordeonorchester Locherhof unter der Leitung von Uwe Rapp sein diesjähriges Kirchen-Konzert.

Eschbronn/Schramberg-Schönbronn. Diakon Dieter Vanselow freute sich, die Gäste zum ersten Konzert in diesem Jahr in der Kirche Schönbronn begrüßen zu dürfen und erläuterte kurz und anschaulich einige interessante Fakten zum Instrument Akkordeon, die dem einen oder anderen mit Sicherheit noch nicht bekannt waren.

So sei das Akkordeon zwar kein biblisches Instrument, erfreue sich jedoch mittlerweile in Jerusalem großer Beliebtheit.

Mit "Symphonie du Te Deum" stimmten die Musiker das Publikum auf das Konzert ein, denn "in einer so tollen Kirche mit einer Wahnsinns-Akustik sei es doch viel eindrucksvoller, Musik einfach zu erleben, anstatt viele Worte darüber zu verlieren."

Diesem Vorsatz blieb Jasmin Albrecht treu und führte mit wenigen, jedoch gut gewählten Worten charmant durchs Programm.

Ihr Versprechen mit den Stücken "Präludium", der "Fuge in d-moll" sowie der "Romanze" von Bach würde es sehr emotional werden, erfüllte das Orchester ohne Ausnahme. Mit "Arioso Cantabile" und den "Rhythmischen Impressionen" bewies das neue Kreismeister-Duo Lisa Kobliz und Maresa Rapp virtuose Leistungen an ihren Instrumenten.

Gottes Botschaft von Jesus an die Menschen sei eindeutig, erklärte Albrecht. Seine Liebe sei bedingungslos. Er schaue wohlwollend auf die Menschen und erwarte keine Gegenleistung. Für ihn müsse man nichts leisten, niemand sein, man könne sich einfach niederlassen und ausruhen. Das sei Gnade.

"Amazing Grace" - Sängerin Jennifer Diecke verlieh dem Song der "Celtic Woman" mit ihrer imposanten Stimme ein ganz besonderes Flair und entführte die Zuhörer in Gottes Gnade.

In der Pause hatten die Gäste die Möglichkeit den Wein namens "Freude teilen" sowie den selbsthergesellten Honig der Bibelerlebniswelt zu probieren oder einfach das frühlingshafte Wetter auf dem Gelände der Kirche zu genießen.

Dynamik und ruhige Klänge

Nach der Pause bot das Orchester seinen Zuhörern ein beeindruckendes Klangerlebnis mit "La Storia" von Jacob de Hahn. Dynamik und ruhige Klänge wechselten sich ab und die Musiker bewiesen bei den flotten Tempo- und Rhythmuswechseln ihr Können. Wahrlich romantisch wurde es mit "Bella Romantica", das seinem Namen alle Ehre machte. Bevor das Konzert mit "La Puce" endete, verzauberte Diecke mit "Halleluja" von Leonhard Cohen nochmals das Publikum.

Ganz still wurde es in der Kirche, als Diecke begann zu singen. Da war es auch nicht verwunderlich, dass die Gäste sich das Stück auch als Zugabe wünschten. Dem Wunsch kam das Orchester gerne nach und wurde schließlich mit tosendem Applaus und Standing Ovations belohnt.

Albrecht riet den Gästen zum Abschied: "Nimm dir Zeit zum Lachen, das ist die Musik der Seele."

Dieter Vanselow gab zu, "einfach sprachlos" zu sein, denn dieses Konzert "war spitze!" Der 2007 gegründete Verein "Bibelerlebniswelt Schönbronn" organisiert neben der Dauerausstellung ein Rahmenprogramms mit mehreren Konzerten mit Musikern aus der Region sowie Sonderveranstaltungen. Die eingenommenen Spenden kommen dem Erhalt der beinahe 160 Jahre alten Kirche zugute. In über 50 Gruppen hätten im vergangenen Jahr mehr als 2000 Menschen die Kirche besucht.

Schramberg

Stiftung soll Kirchen-Erhalt mittragen

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Mitglieder der Bibelerlebniswelt Schönbronn mit Vorsitzendem Dieter Vanselow (Dritter von links) freuen sich auf das zehnjährige Bestehen. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote

In diesem Jahr kann der Verein "Bibelerlebniswelt Schönbronn" sein zehnjähriges Bestehen feiern. Zur Erhaltung der kleinen evangelischen Kirche müssen gleichwohl weitere Anstrengungen unternommen werden.

 

Schramberg-Schönbronn. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Bibelerlebniswelt insgesamt 51 Gruppenbesuche ohne Veranstaltungsprogramm, wie aus dem Bericht von Schriftführerin Erika Steltner bei der Hauptversammlung im Gasthaus "Paradies" hervorging. Am häufigsten besuchten Frauengruppen die Ausstellung, gefolgt von Senioren und Konfirmanden.

Diakon und Vorsitzender Dieter Vanselow und dessen Frau Erika hielten sieben Vorträge in der Kirche. Es wurde ein Workshop für Bibelerlebniswelt-Führungen mit 17 Personen veranstaltet. Vom Gospelkonzert mit drei Chören waren die vielen Besucher begeistert.

Beim Fotowettbewerb mit dem Thema "Kirchen und Kapellen im Kreis Rottweil" wurden 56 Bilder eingereicht. Die Finissage mit Preisverleihung erfolgte im kleinen Rahmen. Abgeschlossen wurde das Jahr beim Advents- und Weihnachtsliedersingen in der Kirche mit Bildern aus Nazareth.

 

Die Jahresplanung für 2017 sieht am 9. April ein Konzert mit dem Akkordeonorchester Locherhof vor. Das kleine Jubiläum soll am 10. September mit einem Festgottesdienst und anschließendem Stehempfang gefeiert werden. Die Festpredigt hält Prälat Christian Rose. Vom 18. bis 23. September ist eine Urlaubsreise in den Bayerischen Wald mit Tagesausflügen und Schifffahrt geplant. Am 24. September wird das Mandolinenorchester Hardt in der Kirche konzertieren und am 15. Oktober gibt es eine Bildpräsentation zum Thema "Abrahams Weg von Ur nach Hebron". Krönender Abschluss des Jubeljahres soll das Gospel- und Weihnachtskonzert am 10. Dezember mit "Crazy Voices" aus Schramberg sein, bei dem alle Besucher mitsingen dürfen.

Die ökumenische Erlebnis- und Begegnungsreise "Israel und Palästina" vom 6. bis 15. Juni musste abgesagt werden. Es meldeten sich nur 14 Personen an, 20 hätten es sein müssen, bedauerte Vanselow.

 

Um die Kirche in Schönbronn dauerhaft zu erhalten, beschreitet der Verein neue Wege. Am Beispiel der Bibelgalerie Meersburg, mit der die Bibelerlebniswelt kooperiert, soll zum Trägerverein noch eine Stiftung gegründet werden. Wie Vanselow verriet, sei er gerade dabei, Stifter zu gewinnen und befinde sich auf einem guten Weg. Bevor jedoch die Gründung erfolgen könne, brauche es noch einen ehrenamtlichen Juristen. Das sei nicht ganz einfach.

Des Weiteren ist Vanselow in ständigem Kontakt mit der Landessynode in Stuttgart, die unter anderem den kirchlichen Haushalt beschließt und die Verwendung der Kirchensteuergelder regelt. Er nimmt die Aussage von Pfarrerin Franziska Stocker-Schwarz beim Wort, Kirchen auf dem Land beim Erhalt zu unterstützen. Ziel von Vanselow ist es, dass die Landessynode die Bibelerlebniswelt Schönbronn quasi als Pendant zur Bibliorama in Stuttgart in ihre Konzeption mit aufnimmt. Hilfreich soll dabei ein in der Bibelerlebniswelt gedrehter Kurzfilm sein, der bei der Tagung der Landessynode gezeigt werden soll. Gelingt die Aufnahme, wären personelle und finanzielle Unterstützung möglich. Gute Referenzen erhält die Bibelerlebniswelt in der von Diplom-Theologin Christine Siegl erstellten Forschungsarbeit zum Thema "Nutzungserweiterung von Dorfkirchen". Hierfür war die Theologin mit Studenten in der Bibelerlebniswelt und befragte Besucher, Ehrenamtliche, Pfarrer und Bürgermeister. Als Ergebnis kam heraus, dass die im Kameralamt-Baustil erstellte Kirche mit ortsbildprägendem Charakter wieder mehr ins Bewusstsein der Bewohner rücke und sie sich über Leben in ihr freuten.

Der Schwerpunkt der Kirche in Schönbronn liege auf der pädagogischen Vermittlung von biblischen Themen. Die Bibelerlebniswelt sei ein großartiges Beispiel dafür, wie eine Nutzungserweiterung von Dorfkirchen geschaffen werden könne, heißt es in dem Schreiben der Theologin.

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